Monatsarchive: Juli 2011

Inflation durch Deflation

Eine solide wirtschaftliche Erholung (recovering) ist gekennzeichnet durch ein gesundes und stabiles Finanz- und Bankensystem, steigende Beschäftigung sowie zunehmendes Vertrauen und Investitionsbereitschaft der Bevölkerung und Unternehmen. Weltwirtschaftlich betrachtet sind diese Faktoren aktuell (Stand 01.07.2011) nur in Grenzen erfüllt. Das Einschreiten der Amerikanischen Notenbank FED durch eine massive Ausweitung der Geldmenge (Quantitative Easing I+II = Aufkauf von Anleihen = Gelddrucken) Anfang 2009 und Ende 2010 hat für eine gewisse Erholung auf Pump gesorgt (cover up). Vergleichbar ist dies mit einem Drogensüchtigen, der den nächsten Schub erhalten hat. Das Ergebnis: Das System ist noch abhängiger von der Droge Geld geworden. Diese Droge hat den Wirtschaftskreislauf kurzfristig in Wallung gebracht, zu steigenden Aktien-/Edelmetall-/Rohstoff- und Anleihenotierungen geführt und für gewisse Ansteckungen in der Realwirtschaft in Form stark steigender Nahrungsmittel- und Energiepreise gesorgt. Die FED merkt, dass die Droge nur kurzfristig geholfen hat und schickt den Süchtigen auf Entziehungskur indem vorerst kein neues Quantitative Easing lanciert wird.

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