Schulden und Inflation: Ein ungleiches Paar?

Seit Monaten richten sich alle Blicke auf die scheinbar zögerlichen Europäer, die ihre Haushalte und Schulden offensichtlich nicht im Griff haben. Unbegreifbar aber, dass ein wichtiger Kandidat vorerst in Vergessenheit geraten zu sein scheint. Ein Kandidat, der pro Stunde so viel neue Schulden produziert, wie er Einwohner hat, nämlich 280 Millionen (280.000.000)… US-Dollar. Auf ein Jahr hochgerechnet machen die USA also rund 2,5 Billionen (2.500.000.000.000) US-Dollar an neuen Schulden. Einfach weltmeisterlich.

Grund genug zu hinterfragen, wie sich Schulden bzw. Kredit, Wirtschaftsentwicklung und Inflation zueinander verhalten. Neuere Studien, die im Übrigen schon längst bekannte Feststellungen früherer Ökonomen bestätigen, sehen einen positiven Zusammenhang zwischen Kreditvolumen bzw. Schulden und Finanzkrisen und den folgenden Rezessionen. Steigt das Kreditvolumen, steigt auch das Risiko einer Finanzkrise gefolgt von negativem Wirtschaftswachstum (Rezession). Ein weiteres Ergebnis beleuchtet die Inflation in solchen Phasen. Auf den ersten Blick kaum erstaunlich, dass diese gerade in Rezessionen zurückgeht.

Schulden und Inflation also ein ungleiches Paar? Ja, wenn die Notenbanken kein Geld drucken würden! Denn das Drucken von Geld kann sowohl eine Rezession verursachen als auch von hohen Inflationsraten begleitet werden. Die Trauung von Schulden und Inflation würde dann die Stagflation besiegeln (Was ist eigentlich Stagflation?). Eine Trauung erfordert Vertrauen, doch gerade dieses wird den Menschen abhanden kommen, zuerst in die Institutionen, danach in die Währung… denn 280 Millionen spielen nicht stundenlang im Verborgenen Verstecken.

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