Uns geht es doch noch gut!

Ich war heute bei meiner Saab Kfz-Werkstatt, so wie ich für mein Auto glühe, so sollte eine neue Glühkerze mein Auto zum Glühen bringen… Während dem Einbau bin ich mit einem der Mechaniker ins Gespräch gekommen.

Die Zukunft der Marke Saab ist seit bereits mehreren Jahren sehr ungewiss. Mehrfach hieß es, die Insolvenz und damit der Insolvenzverwalter stünden vor der Tür. Doch es ging immer irgendwie weiter. Nun sieht es relativ düster aus. Interessenten für Saab gibt es zwar, doch werden diese die Bedingungen der Saab Mutter General Motors akzeptieren?

Wenn es der Marke schlecht geht, geht es auch den Saab-Händlern bzw. Werkstätten schlecht. Seit April 2011 wurden kaum mehr neue Autos gebaut und demnach verkauft. Um der Gefahr der Insolvenzverschleppung vorzubeugen, hat der Geschäftsführer der Werkstatt einen Antrag auf Insolvenz gestellt, so dass ein vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt wurde. Die Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs, manch einer hat einen neuen Arbeitgeber gefunden, manch anderer will bleiben und bis zum Schluss hoffen. Ruhig und sachlich erklärt mir der Mechaniker, er habe bereits seine Lehre in diesem Haus absolviert und sei seit nunmehr 20 Jahren in diesem Unternehmen. Ich selbst als Kunde war bisher immer mit der Leistung und dem Service sehr zufrieden, doch auch ich muss mir nun Gedanken machen, wie es weitergeht. Unsicherheit war und ist nie ein guter Ratgeber.

Im Verlauf des Gesprächs wird mir bewusst, wie gut es mir doch eigentlich geht. Ich habe einen guten Job, genug zu Essen und zu Trinken, habe ein Dach über dem Kopf, kann mich ins Auto oder ins Flugzeug setzen und eine schöne Reise unternehmen. Auf dieser Basis kann ich die Zeit zu Zweit mit meiner besseren Hälfte genießen, weiß um meine Familie und Freunde, die hinter mir stehen. Spielt auch noch die Gesundheit halbwegs mit, dürfte mir eigentlich nicht bange sein! Es ist an der Zeit, sich der guten Situation, in der man sich befindet gewahr zu werden, dankbar zu sein, seine Kraft auch anderen zuteil werden zu lassen und sei es nur sein Gesicht zu informieren, wenn man Glück empfindet. Das Lächeln wird erwidert werden.

Als wiedermal zufriedener Kunde verließ ich das Autohaus. Das Gespräch ging mir auch beim anschließenden Einkauf noch nach… dennoch wusste ich, auch dieser Mechaniker wird seinen Weg machen!

Dieser Beitrag wurde unter Daily Blog abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.