Warum fällt der Markt schneller als er steigt?

Sind Sie auch überrascht, dass der DAX im Jahr 2012 innerhalb weniger Wochen ca. 14% zugelegt hat? Sind Sie auch auf dem falschen Fuß erwischt worden, als dieser im August 2011 innerhalb weniger Handelstage ca. 25% abgab?

An dieser Stelle soll nicht hinterfragt werden, woran das jeweils gelegen haben könnte, auch wenn ich zu gern nicht nur eine Vermutung, sondern eine echte Antwort darauf hätte. Vielmehr interessiert die Frage, warum der DAX (stellvertretend auch für andere Aktienmärkte) deutlich schneller gefallen ist als jüngst gestiegen?!

Vielleicht vermuten Sie es schon, die Antwort liegt verborgen in der menschlichen Psyche. Der Markt ist vergleichbar mit einem Fußballspiel. Hartgesottene Fans werden bei Wind und Wetter immer als erste im Stadion sein, vermutlich sogar vor dem Stadion campieren. Andere wiederum kommen immer eine halbe Stunde früher, pünktlich oder gar immer zu spät, wenn das Spiel längst angefangen hat. So hat jeder seinen eigenen Fahrplan, den er selbst bestimmt. Doch Achtung! Eins steht relativ fest, nämlich der Zeitpunkt des Abpfiffs. Nur Wenige verlassen das Stadion relativ früh vor Spielende, manche weil sie genug gesehen haben, andere, weil sie noch etwas vorhaben (Zufall). Doch schon bald, kurz nach Abpfiff, setzt sich nahezu die komplette Masse in Bewegung, gleichzeitig! Jeder will raus, doch keiner will rein…

Der Mensch ist eben ein Herdentier und das wird er auch immer bleiben. Deswegen wird auch die Masse meist auf der Strecke bleiben.

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