Monatsarchive: März 2012

Euro – Quo vadis? – Maßnahmenplan: Anlageideen

Wie so häufig wissen wir auch im Falle der Eurozone, dass wir nichts wissen. Dennoch macht es gerade heute Sinn, lieber eine Stunde über sein Vermögen nachzudenken, als einen Monat oder gar Jahre dafür zu arbeiten. Vor dem Hintergrund der Unsicherheiten in der Eurozone sollten drei Stoßrichtungen verfolgt werden.

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Euro – Quo vadis? – Szenario IV: Unvorbereitetes Auseinanderbrechen der Eurozone

Hypothese: Die Eurozone scheitert… und dies aus dreierlei Gründen. Die Regierungen können sich nicht auf eine durchsetzbare Wirtschafts- und Fiskalunion einigen, es kommt nicht zu weiteren Rettungsschirmen und auch nicht zu Eurobonds. Auch die Bevölkerung rebelliert. Die Nettozahler wollen nicht weiter zur Kasse gebeten werden, die Bevölkerung in der Peripherie rebelliert gegen die Sparmaßnahmen. Auch die EZB erklärt ihre Politik des billigen Geldes und Anleiheaufkaufs für beendet. In der Folge werden Staatsanleihen nicht oder nicht ordnungsgemäß bedient, mehrere Staaten erklären ihren Bankrott und/oder ihren Austritt.

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Euro – Quo vadis? – Szenario III: Vorbereiteter Austritt eines oder mehrerer Staaten

Ob es zu einem Austritt einzelner Staaten kommt oder die Aufteilung bspw. nach Nord- und Südeuro erfolgt, ist vom Wirkungsprinzip her ähnlich zu sehen. Würde ein kleinerer, derzeit schwacher Staat wie Irland aus der Eurozone austreten, so würde die neue Währung mit hoher Wahrscheinlichkeit abwerten bspw. um 50%. Die Staatsschulden, meist auf Euro lautend, würden sich über Nacht verdoppeln. Aufgrund der finanziellen Untragbarkeit der Belastung wäre ein Schuldenschnitt die logische Konsequenz. Gläubiger müssten also auf ihre Forderungen verzichten, so z.B. die Deutsche Bundesbank, die über Target2 Forderungen massive Abschreibungen vornehmen müsste. Da deutsche Banken selbst wiederum Gläubiger der Bundesbank sind, müssten auch diese abschreiben. Diese Abschreibung müssten leider auch deutsche Bürger auf ihre Ersparnisse, die bei Banken liegen, vornehmen. Ein Verzicht der Gläubiger kann auch über einen anderen Wirkungskanal erfolgen. Denn die Abwertung der neuen irischen Währung hätte deutlich steigende Preise für importierte Güter (Öl, Nahrungsmittel etc.) zur Folge. Diese importierte Inflation könnte in der Folge bei entsprechender Notenbankpolitik (Gelddrucken als Ausgleich) oder gar Vertrauensverlust in der irischen Bevölkerung zur Hyperinflation führen. Beschließe Irland, die Schulden nicht in Euro, sondern in der neuen Währung zurückzuzahlen, wäre dies ebenfalls mit einer massiven Abschreibung der deutschen Bundesbank und anderer Gläubiger verbunden. Um das Vertrauen wieder herzustellen, könnte wiederum eine zweite neue Währung etabliert werden. Die Iren hätten zwar einen Großteil ihres Vermögens verloren, könnten sich aber auf einem gesundeten Pfad entwickeln. Mit einer anfangs schwächeren Währung könnte die Wettbewerbsfähigkeit zurückkehren, das Vertrauen wachsen, die Ersparnisse und Investitionen zunehmen, die Währung an Stärke gewinnen. Nach massiven Einschnitten, vielen Tränen und Schweiß würde Irland gestärkt auf die Weltbühne zurückkehren.

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Euro – Quo vadis? – Szenario II: Langsame Krisenbewältigung

In diesem Szenario erfolgt die Stabilisierung der Eurozone dadurch, dass sich starke Staaten bereit erklären, die schwachen befristet zu unterstützen. Es käme zu einer Transferunion, eine Art europäischer Länderfinanzausgleich. Ob diese Transfers durch direkte Hilfen oder via Eurobonds (gleicher Zins für Staatsschulden) erfolgen, ist letztlich nicht entscheidend.

Natürlich würden Länder wie Deutschland harte Auflagen wie Sparmaßnahmen in den begünstigten Ländern verlangen bzw. durchsetzen wollen. Es würde bzw. müsste zu einer zunehmenden Angleichung der Wirtschafts- und Fiskalpolitik führen. Die jeweilige Autonomie bzw. Souveränität ginge schrittweise verloren. Würden sich alle an die Abmachungen halten, so könnte die Staatsschuld langsam, aber sehr schmerzhaft für alle abtragen lassen. Die PIIGS Länder würden die Staatschuld senken können, Länder wie Deutschland würden sicherlich einen erheblichen Teil hinzubekommen.

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Euro – Quo vadis? – Szenario I: Befreiungsschlag

Trotz aller Beteuerung der EZB, es nicht zu tun, tut sie es. Sie kauft unlimitiert Anleihen strauchelnder bzw. beinahe zahlungsunfähiger Staaten. Sie schafft Geld aus dem Nichts und stellt dieses den jeweiligen Staaten zur Verfügung. Diese können damit ihre Gläubiger befriedigen. Kurzfristig würde sich damit ein super Ergebnis einstellen und alle wären glücklich. Die Gläubiger erhalten ihr Geld, die Staaten können ihre Lasten in die Zukunft verschieben. Die Börsen getrieben vom Geldsegen steigen, die Stimmung in der Wirtschaft hellt sich auf. Der EZB wäre (vorerst) der Befreiungsschlag gelungen!

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Euro – Quo vadis?

Der Euro, seit 2002 offizielles Barzahlungsmittel  und heute in nunmehr 17 Ländern gebräuchlich, steht trotz oder sogar wegen seiner Funktion als Weltreservewährung Nummer zwei  (nach US-Dollar) unter Beschuss.

Gründe? Leider eine Menge: Mangelnde Haushaltsdisziplin verbunden mit dem Leben über die eigenen Verhältnisse in nahezu allen Staaten der Eurozone. Eine Bankenkrise, die durch das Staatseingreifen zu einer ausgewachsenen Staatsschuldenkrise gereift ist. Verletzung des Maastricht Vertrages in vielerlei Hinsicht: Staaten helfen Staaten aus der (Kredit-)Klemme, also Verletzung der „no bailout“-Klausel. Eine europäische Zentralbank (EZB), die sich zunehmend von ihrem Vorbild, der Deutschen Bundesbank, entfernt. Denn sie akzeptiert bei ihrer Kreditvergabe fragwürdige Sicherheiten, kauft Staatsanleihen auf bzw. druckt Geld, hält den Zins trotz einer Inflationsrate von rund 3% (eigentliches Ziel: nahe 2%) rekordtief bei einem Prozent, vergibt nahezu unbegrenzt Geld für eine Laufzeit von drei Jahren und dies zu günstigsten Konditionen, erlaubt es den nationalen Notenbanken Geld zu schöpfen trotz lausiger Rahmendaten… und schafft nicht zuletzt Ungleichgewichte in der Eurozone wie die Diskussion um die Target2 Salden unlängst bewiesen hat.

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Honorarberatung weiterhin auf Abstellgleis

Der Mensch neigt bekanntlich dazu, gewisse Dinge zu vergessen. Und das ist auch gut so, denn sonst würde der Kopf eines Tages explodieren. Weniger gut allerdings, dass dazu auch die Beratung gegen Honorar gehört.

Eigentlich scheint es nicht lange her zu sein, als mit Ausbruch der Finanzkrise 2008 das Geschrei um die fehlerhafte, nicht an den Bedürfnissen des Kunden orientierte, verkaufs- und provisionsgesteuerte „Beratung“ bei Banken und anderen Vermittlern groß war. Der Verkauf von Lehmen Zertifikaten kurz vor der Insolvenz Lehmans oder der Verkauf 20 Jahre laufender Beteiligungen an die 90-jährige Rentnerin von nebenan lassen grüßen. Wie sonst außer mit kollektivem Vergessen ließe sich demnach erklären, dass nur jeder fünfte Anleger bereit ist, für eine neutrale Anlageberatung ein Honorar zu entrichten. Das zumindest geht aus einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest unter Privatanlegern hervor. Von denjenigen Anlegern, die die Honorarberatung befürworten, wären rund 30% bereit, pro Beratungsstunde 150 Euro zu bezahlen.

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Target2 – Deutsche Ersparnisse auf dem Spiel

Deutschland ist Exportweltmeister, das dürfte jedermann bekannt sein. Nicht zuletzt der Euro, so sagt man, hat den deutschen Exporteuren viele Unwägbarkeiten aus dem Weg geräumt. So gehören Wertschwankungsrisiken der Währungen in der Eurozone ebenso der Vergangenheit an, wie die Möglichkeit der anderen Länder, ihre Währung abzuwerten, um wettbewerbsfähiger zu werden. Nicht zuletzt hat die Lohnzurückhaltung in Deutschland unsere Produktivität verglichen zu Ländern wie Italien, Spanien, Portugal oder Griechenland noch weiter erhöht. Doch was hat dies mit Target2 bzw. mit den deutschen Ersparnissen zu tun? Was zum Teufel ist Target2 überhaupt?

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