Euro – Quo vadis?

Der Euro, seit 2002 offizielles Barzahlungsmittel  und heute in nunmehr 17 Ländern gebräuchlich, steht trotz oder sogar wegen seiner Funktion als Weltreservewährung Nummer zwei  (nach US-Dollar) unter Beschuss.

Gründe? Leider eine Menge: Mangelnde Haushaltsdisziplin verbunden mit dem Leben über die eigenen Verhältnisse in nahezu allen Staaten der Eurozone. Eine Bankenkrise, die durch das Staatseingreifen zu einer ausgewachsenen Staatsschuldenkrise gereift ist. Verletzung des Maastricht Vertrages in vielerlei Hinsicht: Staaten helfen Staaten aus der (Kredit-)Klemme, also Verletzung der „no bailout“-Klausel. Eine europäische Zentralbank (EZB), die sich zunehmend von ihrem Vorbild, der Deutschen Bundesbank, entfernt. Denn sie akzeptiert bei ihrer Kreditvergabe fragwürdige Sicherheiten, kauft Staatsanleihen auf bzw. druckt Geld, hält den Zins trotz einer Inflationsrate von rund 3% (eigentliches Ziel: nahe 2%) rekordtief bei einem Prozent, vergibt nahezu unbegrenzt Geld für eine Laufzeit von drei Jahren und dies zu günstigsten Konditionen, erlaubt es den nationalen Notenbanken Geld zu schöpfen trotz lausiger Rahmendaten… und schafft nicht zuletzt Ungleichgewichte in der Eurozone wie die Diskussion um die Target2 Salden unlängst bewiesen hat.

Mehr denn je stellt sich also die Frage, quo vadis Euro? Eine Antwort ist schwierig, weshalb man in Szenarien denken sollte. Ab heute wird täglich eines der vier möglichen Szenarien und dessen Folgen vorgestellt. Wie es sich für sparschwein-berater.de gehört, werden abschließend natürlich auch mögliche Anlageideen vorgestellt, um sich möglichst gut zu wappnen.

Vorschau:                                                                                                                                 Szenario I: Befreiungsschlag                                                                                                                      Szenario II: Langsame Krisenbewältigung                                                                                         Szenario III: Vorbereiteter Austritt eines oder mehrerer Staaten                                                            Szenario IV: Unvorbereitetes Auseinanderbrechen der Eurozone                                                          Maßnahmenplan: Anlageideen

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