Kommt eine Weltwährung?

Verfolgt man die aktuelle Berichterstattung, so lassen sich immer häufiger leise Untertöne vernehmen, wonach das Auseinanderbrechen des Euro nicht gänzlich ausgeschlossen wird. Doch kaum zu „Grabe getragen“ naht Hoffnung auf eine Wiedererstehung, und zwar als Nichts Geringeres als in Form einer Weltreservewährung. Natürlich dürfen hier der US-Dollar und auch der Chinesische Renmimbi nicht fehlen. Diese Idee stammt vom Wirtschaftsnobelpreisträger Robert A. Mundell. Durch Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds (IWF) könnte so die Weltwährung INTOR (INnternational OR = internationales Gold) aus der Taufe gehoben werden.

Eine Weltwährung? Jetzt…obwohl das bereits erheblich „leichter“ umsetzbare Europrojekt an der Unterschiedlichkeit der Mitglieder zu scheitern droht? Wäre es nicht noch schwieriger, amerikanische, europäische und chinesische Interessen und Gegebenheiten unter einen Hut zu bringen? So oder so passt hierzu die Meldung, wonach Australien und Neuseeland über eine gemeinsame Währung nachdenken, ein möglicher weiterer Schritt zum „großen“ Ziel.

Doch was ist das „große“ Ziel? Entschuldung durch Inflation! Damit diese Inflation auch wirklich kommt, muss eine gewisse Vereinheitlichung her. So nähern sich nationale Geldpolitiken Schritt für Schritt einander an, die Zinsen werden künstlich tief gehalten, die Geldmenge ausgeweitet, der Realzins ins Negative verkehrt und Banken werden gezwungen, Staatsanleihen zu kaufen (vgl. finanzielle Repression). Durch diese international koordinierte Inflationspolitik wird es zunehmend schwerer auf (noch) stabile, harte Währungen auszuweichen. Die Idee der Weltwährung würde hier eine weitere Hürde für „Wechselwillige“ bedeuten.

Sind Geldpolitik und Währung erst einmal vereinheitlicht, ist also ein disziplinierendes Ausweichen nahezu unmöglich, dürften beim Schuldenabbau der Fantasie kaum Grenzen zu setzen sein. Dazu gehört sicherlich auch der exzessive Missbrauch der Notenpresse! Für Anleger sollte die Entscheidung auf der Hand liegen, wenn es darum geht, zwischen dem internationalen und echten Gold zu wählen.

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