Dem Gelddrucken auf einfache Weise den Riegel vorschieben

Per Zufall ist mir kürzlich die Unterschrift des EZB Präsidenten Mario Draghi auf dem 50 Euro Schein so richtig bewusst geworden. Welch schöne Unterschrift, dachte ich mir, wie toll wäre es doch, ein Original zu haben?! Und würden sich nicht alle 50 Euro Schein Besitzer über die Originalunterschrift unseres obersten Währungshüters freuen?!

Doch würde sich auch Herr Draghi, vom Ehrgefühl übermannt, dafür begeistern? Würde der EZB Chef 10.000 Euro unter`s Volk bringen wollen, so müsste er 200 Fünfziger signieren, bei einer Million Euro bereits 20.000, bei einer Milliarde sogar sagenhafte 20.000.000 bzw. 20 Millionen 50 Euro Scheine. Nehmen wir an, pro Schein und Unterschrift wären 2 Sekunden vonnöten. Wie lange bräuchte Super Mario dann, um uns, das Volk, glücklich zu machen?

Antwort: Unter Annahme eines täglichen Pensums von 10 Stunden und 240 Arbeitstagen pro Jahr würde der EZB Chef rund 4,6 Jahre brauchen. An Wochenenden und im Urlaub könnte sich Herr Draghi wegen Sehnenscheidenentzündung behandeln und für kommende Signierstunden fit machen lassen. Spätestens bei 10 Milliarden Euro wäre mit dem Kreieren von Geld endgültig Schluss, denn nach 46 Jahren würde Mario Draghi bereits ein biblisches Alter erreicht haben bzw. seinen 112. Geburtstag feiern!

Vermutlich bereits nach der ersten Milliarde dürfte der Ruf nach der elektronischen Notenpresse laut werden. Doch ohne die begrenzte Originalunterschrift vom obersten Hüter des Euro wäre der Fünfziger nur halb so viel Wert! Eben mehr Schein als Sein…

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Ein Kommentar zu Dem Gelddrucken auf einfache Weise den Riegel vorschieben

  1. Edgar sagt:

    Sau lustig! Weiter so, das Thema macht auf diese Weise gleich viel mehr Spaß. Nur dem Herr Draghi wohl eher nicht 😉

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