Fällt schon bald die letzte Bastion der Freiheit?

Persönliche und wirtschaftliche Freiheit sind Ausdruck echter Lebensqualität und sind von unschätzbarem Wert. Mehrfach wurde an dieser Stelle die Freiheit aufgegriffen, ob im Zusammenhang mit Gold und Silber oder marktwirtschaftlicher Freiheit im Allgemeinen. Sie wissen bzw. ahnen zumindest, dass sich die Welt in den letzten Jahren rasant und radikal verändert hat. Selbst einfachste, grundlegende volks- und betriebswirtschaftliche Prinzipien scheinen außer Kraft. Doch wer jetzt denkt, es könne nicht schlimmer kommen, was soll denn bspw. schlimmer sein als die vor Jahren undenkbaren Negativzinsen, soll eines Besseren belehrt werden…

Denn im Hintergrund wird offen am Abriss der letzten Bastion der Freiheit gearbeitet: Der Abschaffung des Bargeldes! Beispiel gefällig?! Im Interview mit der Zeitschrift €uro plädiert der ehemalige IWF-Chefökonom und Harvard-Professor Kenneth Rogoff für die Abschaffung des Bargeldes. Er begründet dies mit dem nunmehr eingeengten Spielraum der Notenbanken, die Wirtschaft anzukurbeln. Denn bei einem Zins von Null kann die Zentralbank die Zinsen nicht ohne Weiteres senken, um der Deflation oder gar Depression zu begegnen. Außer, sie führt (spürbare) Negativzinsen ein…doch dann käme es zum Bankenrun bzw. einer Flucht ins Bargeld. Ohne Bargeld wäre dieser Fluchtweg versperrt. Den Sparern bliebe nur noch, das Geld auszugeben oder bspw. in Aktien zu investieren. Konsum und Investitionen würden die Wirtschaft anschieben, Inflation bewirken und somit einen Beitrag zur Lösung von Überschuldung in den USA, Japan und Europa leisten (die Liste ähnlich gelagerter Volkswirtschaften ließe sich beliebig fortsetzen).

Für mich klingt das nach purer Verzweiflung und einen Angriff auf meine Freiheit. Doch wer nun Beifall klatscht oder das Bargeld als Relikt aus Vorzeiten bezeichnet, sollte Folgendes bedenken: Ohne Bargeld wird der staatlichen Willkür die letzte Tür und das letzte Tor geöffnet. Die derzeit schleichende Enteignung durch negative Realzinsen wird durch anwachsende oder gar massive Negativzinsen ersetzt. Auch ein Währungsschnitt bei gleichzeitigem Erhalt der Währung wäre mühelos umzusetzen. Banken müssten nicht um den Verlust ihrer Kundeneinlagen fürchten, wenn sie zu hohe Risiken eingehen und ihr Image auf`s Spiel setzen. Schlimmer. Jeder unserer Schritte ließe sich nahtlos überwachen!

Ach, Sie haben nicht zu verbergen?! Ich auch nicht. Doch soll bspw. Ihre Krankenversicherung wissen, wie viel Alkohol, Zigaretten, Kaffee und co. Sie sich genehmigen?

Ja, mit der lieben Freiheit ist es wie mit allen Dingen (auch Gesundheit), die man über die Zeit lieb gewonnen hat und für selbstverständlich hält…erst wenn sie weg ist, vermisst man sie!

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