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	<description>Der schwarz auf rosa Sparschwein Blog!</description>
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		<title>Nein zum Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 22:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Bitter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Voraussichtlich im Juli 2012, wieder einmal kaum bemerkt von der breiten Öffentlichkeit, soll der Europäische Stabilitäsmechanismus (ESM) etabliert werden. Der ESM soll ein auf Dauer angelegtes &#8220;Rettungsinstrument&#8221; sein, welches die Europäische Finanzstabilisie-rungsfazilität (EFSF) und den Europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus (EFSM) ablösen soll. &#8230; <a href="http://www.sparschwein-berater.de/2012/05/11/nein-zum-europaeischen-stabilitaetsmechanismus-esm/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Voraussichtlich im Juli 2012, wieder einmal kaum bemerkt von der breiten Öffentlichkeit, soll der Europäische Stabilitäsmechanismus (ESM) etabliert werden. Der ESM soll ein auf Dauer angelegtes &#8220;Rettungsinstrument&#8221; sein, welches die Europäische Finanzstabilisie-rungsfazilität (EFSF) und den Europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus (EFSM) ablösen soll. Die entsprechenden Verträge liegen den 17 Euromitgliedstaaten zur Ratifizierung vor.</p>
<p>Europäische Stabilität, will das eigentlich nicht jeder von uns? Doch warum scheinen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble eine Klage wegen Verdacht auf Hochverrat am Hals zu haben? Hierzu lohnt ein genauerer Blick auf den ESM. Am ESM oder besser an der ESM-Bank werden die 17 Mitglieder der Eurozone in Form von Aktien &#8220;beteiligt&#8221;. Von den <span style="text-decoration: underline;">vorerst</span> vorgesehenen 700 Milliarden Euro sollen 80 Milliarden direkt eingezahlt werden. Braucht die Bank mehr Geld, um bspw. angeschlagene Mitglieder zu &#8220;retten&#8221; und diesen <span style="text-decoration: underline;">neue Schulden zu verkaufen</span>, müssen die benötigten Gelder innerhalb von nur <span style="text-decoration: underline;">7 Tagen</span> eingezahlt werden. Ist ein Mitglied nicht in der Lage zu zahlen, wird der dann offene Betrag <span style="text-decoration: underline;">gesamtschuldnerisch</span> auf die übrigen Aktionäre verteilt. Im Klartext könnte dies bedeuten, dass der letzte noch zahlungsfähige &#8220;Aktionär&#8221; für alle anderen haften müsste.</p>
<p><em>Artikel 9</em>: &#8230; Die ESM-Mitglieder sagen hiermit <strong>bedingungslos</strong> und <strong>unwiderruflich</strong> zu, bei Anforderung<strong> jeglichen</strong>&#8230; Kapitalbedarf binnen 7 Tagen nach Erhalt dieser an sie gerichteten Aufforderung nachzukommen&#8230; <em>Artikel 10</em>: &#8230; Der Gouverneursrat kann <strong>Änderungen des Grundkapitals beschließen</strong>&#8230;</p>
<p>Im Gegensatz zur Europäischen Zentralbank (EZB), die durch Aufkauf von Staatsanleihen Geld gedruckt hat, würde die ESM-Bank direkten Zugriff auf die Gelder der Steuerzahler erlangen. So wie die EZB theoretisch unbegrenzt Anleihen aufkaufen könnte (eigentlich per Maastrichtvertrag verboten!), so tritt nun an deren Stelle die ESM-Bank, die ihrerseits nun <span style="text-decoration: underline;">unbegrenzt</span> Kredite zur eigenen Refinanzierung bzw. Finanzierung der Staatsschuldner aufnehmen kann. Gemäß Artikel 21 wäre sogar die <span style="text-decoration: underline;">Emission von Eurobonds erlaubt</span>. Die durch Maastrichtvertrag ausgeschlossene gegenseitige Schuldenhaftung bzw. die sogenannte &#8220;No bailout &#8211; Klausel&#8221; würden auf tückische Art und Weise ausgehebelt. Mehr noch, im Konkursfall eines Eurolandes, wie bspw. in Griechenland geschehen, würden die Forderungen der ESM-Bank gegenüber Forderungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) nachrangig behandelt. Geradezu skandalös ist es, dass die ESM-Bank alle Rechtsmittel zur Eintreibung von Forderungen  bzw. Zugriff auf Steuergelder einlegen kann, während diese oder deren Personal <span style="text-decoration: underline;">absolute Immunität</span> genießen!!!</p>
<p><em>Artikel 27</em>: Der ESM, sein Eigentum, seine Finanzmittel und Vermögenswerte genießen unabhängig von ihrem Standort und Besitzer <strong>umfassende gerichtliche Immunität</strong>. Das Eigentum, die Finanzmittel und Vermögenswerte des ESM sind unabhängig davon, wo und in wessen Besitz sie sich befinden, von Zugriff durch Durchsuchung, Beschlagnahme, Einziehung, Enteignung und jede andere Form der Inbesitznahme, Wegnahme oder Zwangsvollstreckungen durch Regierungshandeln oder auf dem Gerichts-, Verwaltungs- oder Gesetzeswege befreit. <em>Artikel 30</em>: Die Gouverneursratsmitglieder, Direktoren und Stellvertreter und das Personal <strong>genießen Immunität von der Gerichtsbarkeit</strong> hinsichtlich ihrer&#8230; Handlungen und Unverletztlichkeit ihrer amtlichen Schriftstücke&#8230;</p>
<p>Welch Ironie, dass der Vertrag zur Gründung der ESM-Bank von angloamerikanischen und nicht europäischen Juristen ausgearbeitet wurde. Kein Wunder, bedenkt man, dass dem Gros der europäischen Schulden angloamerikanische Gläubiger gegenüberstehen. Nun hätten diese nahezu direkte Zugriffnahme auf die Finanzen bzw. Steueraufkommen der Schuldner. Vielleicht geht es primär nicht einmal darum, Zins- und Tilgungsforderungen zu befriedigen, sondern um politische Kontrolle. <span style="text-decoration: underline;">Denn wer die Schulden kontrolliert, kontrolliert alles!</span></p>
<p>Bei derart weitreichenden finanziellen und damit auch politischen Folgen, müsste zwingend das Volk eines jeden Landes befragt werden, ob es zur Gründung der ESM-Bank kommen soll. Auch wenn die angeblich &#8220;dummen&#8221; Bürger Europas nicht alle Konsequenzen verstehen dürften, so sollten sie zumindest die Chance bekommen, frei und demokratisch zu entscheiden. Auch Politiker sollten hiervon profitieren, denn wer wollte schon wegen Hochverrat ins Gefängnis?</p>
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		<title>Schweizer Franken &#8211; Pro &amp; Contra</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 12:22:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Bitter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Schweiz scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Die Bergluft ist nach wie vor frisch, Arbeit ist vorhanden und wird vergleichsweise gut bezahlt, die Inflation sowie Staatsverschuldung eher niedrig und die Unabhängigkeit (Staat und Notenbank) und damit &#8230; <a href="http://www.sparschwein-berater.de/2012/04/30/schweizer-franken-pro-contra/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Schweiz scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Die Bergluft ist nach wie vor frisch, Arbeit ist vorhanden und wird vergleichsweise gut bezahlt, die Inflation sowie Staatsverschuldung eher niedrig und die Unabhängigkeit (Staat und Notenbank) und damit Freiheit und Selbstbestimmung (Bürger) hoch. Lebensqualität pur? Sollte man sich nun einen Teil dieser Lebensqualität sichern, indem man Schweizer Franken gegen Euro tauscht?</p>
<p><strong>Pro:</strong>                                                                                                                                                                    1) Die Unabhängigkeit der Schweiz und der Notenbank schaffen Vertrauen. Der Schweizer Franken dient als einer der wenigen verbliebenen sicheren Häfen (safe haven). Dies ist eine Art Markenzeichen und sorgt damit für eine rege Nachfrage und damit Kursstützung bzw. Aufwertung gegenüber Euro und co.</p>
<p>2) Die Schweiz weist eine Verschuldung in Relation zum Bruttoinlandsprodukt von rund 40% auf. Damit steht die Schweiz deutlich solider da bzw. hat mehr Spielräume als bspw. Japan (über 200%), Italien (ca. 120%), die USA (ca. 100%) oder Deutschland (ca. 85%). Eine geringe Staatsverschuldung sorgt ebenfalls für Vertrauen in die jeweilige Währung.</p>
<p>3) Bedingt durch Währungskrisen rund um den Globus wirkt der Schweizer Franken wie ein Staubsauger und zieht somit Nachfrage und damit Aufwertung nach sich. Griechen, Italiener oder Spanier, die es sich leisten können, bringen Gelder in Sicherheit und sorgen für Aufwertungsdruck. Da die Schweiz eher klein ist, können hier schon geringe Nachfragemengen ihre Wirkung entfalten.</p>
<p>4) Die Sogwirkung wird dadurch verstärkt, dass die Schweizerische Notenbank (SNB) einen Wechselkurs zum Euro von 1,20 Schweizer Franken pro Euro festgelegt hat und diese Schwelle &#8220;verteidigt&#8221;. Diese Maßnahme wurde aus Sicht der SNB notwendig, da der Schweizer Franken kurzfristig die Parität zum Euro erreichte und damit die schweizerische  Konjunktur bzw. Exportindustrie abzuwürgen drohte. Glaubt man daran, dass der Euro künftig für nur einen Schweizer Franken zu haben sein wird, so könnte man vermeintlich risikolos zu 1,20 Schweizer Franken Euro kaufen. An dieser Stelle sei erwähnt/gewarnt, dass vor nicht allzu langer Zeit noch rund 1,70 Franken für einen Euro zu bezahlen waren.</p>
<p>5) Nach den USA, Deutschland, dem Internationalen Währungsfonds (IWF), Italien, Frankreich und China hat die Schweiz die größten Goldreserven. Pro Einwohner hätte damit die Schweiz in Punkto Goldbestände die Nase vorn. Gerade im Fall der USA und Deutschland sind zunehmend kritische Stimmen zu hören, wonach die Reserven nicht mehr oder in geringer Menge als offiziell verkündet vorhanden sind. Die Golddeckung einer Währung kann durchaus als Anker für Sicherheit gesehen werden. Allerdings ist in keinem der Länder auch nur annähernd von einer echten Golddeckung der Währung zu sprechen.</p>
<p>6) Aus Gründen der Risikostreuung empfiehlt es sich, Fremdwährungen beizumischen. So werden die Geldwerte (meist Zahlungsversprechen) im Gesamtvermögen gestreut. Strategisch kann also der Schweizer Franken als Bestandteil eines Währungskorbs geeignet sein (unabhängig von den zuvor genannten Pro-Argumenten).</p>
<p><strong>Contra:</strong>                                                                                                                                                      1) Trotz der Intervention der SNB könnten selbst 1,20 Schweizer Franken pro Euro mittel- bis langfristig schädlich für die Schweizer Wirtschaft sein. Denn aufgrund der starken Währung geht die Konkurrenzfähigkeit auf dem weltweiten Exportmarkt verloren.  In der Folge könnte Arbeitslosigkeit steigen, das Lohnniveau und damit die Steuereinnahmen sinken. Dadurch könnte die Schuldenaufnahme in der Schweiz an Fahrt gewinnen. Dagegen spricht allerdings, dass eine stärkere Währung Importpreise reduziert. Damit können Unternehmen bspw. Rohstoffe günstiger einkaufen und den Negativeffekt aus dem Exportnachteil evtl. sogar überkompensieren. Zudem könnte die Inlandsnachfrage bzw. Binnenkonjunktur anziehen, denn die Kaufkraft der Bürger steigt. Dies sorgt für Wirtschaftswachstum und steigende Steuereinnahmen.</p>
<p>2) Das bedingungslose Verteidigen der Marke von 1,20 durch die SNB kann aber auch das Vertrauen beschädigen. Denn der Aufkauf von Euro, USD und co. sorgt für eine Ausweitung der Geldmenge. Man könnte überspitzt von Gelddrucken reden. Damit könnten Inflationsgefahren (eher mittel- bis langfristig) hochziehen. Jüngst hat die SNB für das erste Quartal 2012 einen Verlust gemeldet. Allein der Währungsverlust aus Abwertung der Währungsbestände aus Euro, USD und Yen betrug 6,4 Milliarden Franken (eine gigantische Summe bedenkt man, dass es sich hierbei um nur ein Quartal handelt). Dies könnte das Vertrauen in den Schweizer Franken erheblich beschädigen. Sitzt sie doch nun selbst auf Bergen von Währungen, die eigentlich keiner haben will.</p>
<p>3) Auch in der Schweiz scheint sich eine gewaltige Immobilienblase gebildeu haben. 10.000 Schweizer Franken pro Quadratmeter (bspw. bei Eigentumswohnungen!) sind keine Seltenheit. Zur Erinnerung: Die derzeitige Wirtschafts- und Finanzkrise nahm ihren Ursprung in den USA u.a. durch das Platzen einer Immobilienblase. Auch Spanien und Irland haben das Ende des Immobilienbooms schmerzlich erfahren müssen.</p>
<p>4) Die schweizerische Wirtschaft leidet aber nicht nur an der Stärke des Frankens. Das Steuerparadies Schweiz gibt es praktisch nicht mehr. Von allen Seiten werden die Schweizer dazu gedrängt, das Bankgeheimnis zu lockern. Dies führt unter anderem dazu, dass Kunden von selbst Geld abziehen oder bspw. im Falle von US-Bürgern &#8220;des Hauses verwiesen&#8221; werden. Die drakonischen Strafen in den USA haben ein Umdenken gerade in der Zusammenarbeit mit US-Kunden bewirkt. Diese Abflüsse sind ein Schlag für die Finanzindustrie. Noch wird dies durch anderweitige &#8220;Angst-Zuflüsse&#8221; kompensiert.</p>
<p>Auch beim Schweizer Franken gilt: Streuen und Diversifikation sind Trumpf in jeder Anlagestrategie! Streuen im Sinne verschiedener Anlagevehikel (Aktien, Rohstoffe, Edelmetalle, Immobilien, Staats-/Unternehmensanleihen, Fremdwährungen) und Diversifikation im jeweiligen Anlagesegment (hier Fremdwährungen). Der Schweizer Franken sollte also eher im Sinne eines Bestandteils denn alleinigen Rettung gesehen werden. Dass dieser besser dasteht als der Euro steht außer Frage. Auch wenn man also einen Teil der schweizerischen Lebensqualität durchaus für sich entdecken könnte, Berge, gute Luft und Lebensqualität gibt es sicherlich auch in Deutschland!</p>
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		<title>Angriff auf unabhängige Ratingagenturen?</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 21:59:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Bitter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass der eigene Steuerberater nicht vom Finanzamt sondern von einem selbst bezahl werden sollte, dürfte außer Frage stehen. Dass die großen Ratingagenturen wie Standard &#38; Poor`s, Moody`s und Fitch immer noch vom denjenigen bezahlt werden, dessen Kreditwürdigkeit sie eigentlich prüfen, &#8230; <a href="http://www.sparschwein-berater.de/2012/04/27/angriff-auf-unabhaengige-ratingagenturen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass der eigene Steuerberater nicht vom Finanzamt sondern von einem selbst bezahl werden sollte, dürfte außer Frage stehen. Dass die großen Ratingagenturen wie Standard &amp; Poor`s, Moody`s und Fitch immer noch vom denjenigen bezahlt werden, dessen Kreditwürdigkeit sie eigentlich prüfen, scheint weiterhin kaum zu stören.</p>
<p>Mehr noch. Gerade unabhängig agierende, weil vom Investor bzw. Kreditgeber bezahlte, Ratingagenturen könnten ins Visier der Aufsicht fallen. So geschehen im Falle der eher kleinen amerikanischen Ratingagentur Egan-Jones. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC wirft der Agentur unter anderem vor, beim Zulassungsprozess zur Ratingagentur die eigene Ratingkompetenz besser dargestellt zu haben, als es den Tatsachen entsprochen hätte. Ist es nicht Aufgabe der Aufsicht, vor der Zulassung genau solche Angaben kritisch zu überprüfen? Warum werden die Vorwürfe gerade jetzt erhoben? Fest steht, dass Egan-Jones den USA das Spitzenrating bereits versagte, noch bevor Standard &amp; Poor`s im August 2011 mit diesem Schritt vorpreschte. Auch die frühzeitige Herabstufung der Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac sowie der skandalträchtigen Firmen Enron und Worldcom sprechen eher für die Kompetenz denn Inkompetenz dieser Ratingagentur.</p>
<p>Gelingt es Egan-Jones nicht, die Vorwürfe zu entkräften, so droht das Verbot, offiziell anerkannte Ratings zu vergeben. Dies käme wahrscheinlich einer Insolvenz gleich. Ob ausgerechnet Deutschland dieser Agentur hinterher trauern dürfte ist fraglich, hat sie doch  die Kreditwürdigkeit der Bundesrepublik im Januar 2012 bereits zum vierten Mail herabgestuft, von einst der Bestnote AAA auf nunmehr viertbeste AA-. Grund: Befürchtung eines Kostenanstiegs im Zusammenhang mit der Euro-Rettung!</p>
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		<title>Kommt eine Weltwährung?</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 18:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Bitter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verfolgt man die aktuelle Berichterstattung, so lassen sich immer häufiger leise Untertöne vernehmen, wonach das Auseinanderbrechen des Euro nicht gänzlich ausgeschlossen wird. Doch kaum zu &#8220;Grabe getragen&#8221; naht Hoffnung auf eine Wiedererstehung, und zwar als Nichts Geringeres als in Form &#8230; <a href="http://www.sparschwein-berater.de/2012/04/19/kommt-eine-weltwaehrung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verfolgt man die aktuelle Berichterstattung, so lassen sich immer häufiger leise Untertöne vernehmen, wonach das Auseinanderbrechen des Euro nicht gänzlich ausgeschlossen wird. Doch kaum zu &#8220;Grabe getragen&#8221; naht Hoffnung auf eine Wiedererstehung, und zwar als Nichts Geringeres als in Form einer Weltreservewährung. Natürlich dürfen hier der US-Dollar und auch der Chinesische Renmimbi nicht fehlen. Diese Idee stammt vom Wirtschaftsnobelpreisträger Robert A. Mundell. Durch Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds (IWF) könnte so die Weltwährung INTOR (INnternational OR = internationales Gold) aus der Taufe gehoben werden.</p>
<p>Eine Weltwährung? Jetzt&#8230;obwohl das bereits erheblich &#8220;leichter&#8221; umsetzbare Europrojekt an der Unterschiedlichkeit der Mitglieder zu scheitern droht? Wäre es nicht noch schwieriger, amerikanische, europäische und chinesische Interessen und Gegebenheiten unter einen Hut zu bringen? So oder so passt hierzu die Meldung, wonach Australien und Neuseeland über eine gemeinsame Währung nachdenken, ein möglicher weiterer Schritt zum &#8220;großen&#8221; Ziel.</p>
<p>Doch was ist das &#8220;große&#8221; Ziel? Entschuldung durch Inflation! Damit diese Inflation auch wirklich kommt, muss eine gewisse Vereinheitlichung her. So nähern sich nationale Geldpolitiken Schritt für Schritt einander an, die Zinsen werden künstlich tief gehalten, die Geldmenge ausgeweitet, der Realzins ins Negative verkehrt und Banken werden gezwungen, Staatsanleihen zu kaufen (vgl. <a title="finanzielle Repression" href="http://www.sparschwein-berater.de/2012/04/11/weltweite-entschuldung-durch-finanzielle-repression/">finanzielle Repression</a>). Durch diese international koordinierte Inflationspolitik wird es zunehmend schwerer auf (noch) stabile, harte Währungen auszuweichen. Die Idee der Weltwährung würde hier eine weitere Hürde für &#8220;Wechselwillige&#8221; bedeuten.</p>
<p>Sind Geldpolitik und Währung erst einmal vereinheitlicht, ist also ein disziplinierendes Ausweichen nahezu unmöglich, dürften beim Schuldenabbau der Fantasie kaum Grenzen zu setzen sein. Dazu gehört sicherlich auch der exzessive Missbrauch der Notenpresse! Für Anleger sollte die Entscheidung auf der Hand liegen, wenn es darum geht, zwischen dem internationalen und echten Gold zu wählen.</p>
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		<title>Weltweite Entschuldung durch finanzielle Repression</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 22:25:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Bitter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Entschuldung will gut gelernt sein, und das nicht erst seitdem im Fernsehen Peter Zwegat dem Nachbarn von nebenan das Einmaleins von Einnahmen zu Ausgaben und Privatinsolvenz näherbringt. Beispiele für &#8220;gelungene&#8221; (je nachdem ob man auf der Schuldner- oder Gläubigerseite gestanden &#8230; <a href="http://www.sparschwein-berater.de/2012/04/11/weltweite-entschuldung-durch-finanzielle-repression/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Entschuldung will gut gelernt sein, und das nicht erst seitdem im Fernsehen Peter Zwegat dem Nachbarn von nebenan das Einmaleins von Einnahmen zu Ausgaben und Privatinsolvenz näherbringt. Beispiele für &#8220;gelungene&#8221; (je nachdem ob man auf der Schuldner- oder Gläubigerseite gestanden hatte) Entschuldungsprozesse finden sich reichlich in Geschichtsbüchern. Zu nennen sind die eher rabiaten Formen wie Schuldenschnitt (sog. hair cut wie zuletzt in Griechenland), Währungsreform oder Hyperinflation. Oder die eher &#8220;volksverträglichen&#8221; über Wachstum, Privatisierung oder gar &#8220;finanzielle Repression&#8221;.</p>
<p>Gerade die finanzielle Repression scheint bei der weltweiten Entschuldung das Gebot der Stunde zu sein. Dieser Begriff wurde wie der der <a title="Was ist eigentlich Stagflation?" href="http://www.sparschwein-berater.de/2011/09/09/was-ist-eigentlich-stagflation/">Stagflation</a> in den 1970er begründet. Dabei können zwei wesentliche Phänomene beobachtet werden. Die realen, inflationsbereinigten Zinsen sind negativ bzw. werden von Notenbanken und anderen zinsbeeinflussenden Institutionen bspw. durch Anleihenkäufe und laxe Zinspolitik (künstlich) niedrig gehalten. Damit nimmt der reale Schuldenabbau seinen Lauf. Dass diesem Lauf die Puste nicht ausgeht, dafür sorgen Auflagen und Regulation. So sind bspw. Versicherungsgesellschaften, Banken und Pensionskassen verpflichtet, einen hohen Anteil von Staatsanleihen in ihren Beständen zu halten. Die Nachfrage nach Schuldtiteln des jeweiligen Staates wird also (künstlich) hoch gehalten, und das obwohl bzw. gerade weil der Investor nach Abzug der Inflation einen realen vorprogrammierten Vermögensverlust erleidet.</p>
<p>Bei der Entschuldung via finanzieller Repression muss die Inflation nicht einmal hoch sein. Es reicht, wenn die Inflation die Nominalzinsen übersteigt. Schlimmer sind die damit verbundenen Fehlanreize. Das Kapital such sich seinen Weg und manifestiert sich in steigenden Rohstoffnotierungen, unrentablen Investitionsprojekten, Immobilienblasen und letztlich in der Aushebelung des Preismechanismus, der eigentlich Knappheit oder Überangebot anzeigen soll. Auch Inflationserwartungen sämtlicher Marktteilnehmer könnten sich sukzessive in die Höhe schrauben und eine Inflationsspirale auslösen.</p>
<p>Im Umfeld dieser subtilen Art der Entschuldung haben es Anleger bzw. Gläubiger schwer. Sie könnten sich eingestehen, dass die Renditen künftig (künstlich) niedriger ausfallen. Sie könnten das Risiko erhöhen, indem sie riskantere Anlageformen übergewichten und damit ihrem eigentlichen Risikoprofil zuwiderhandeln. Sie könnten aber auch nach Anlagemöglichkeiten Ausschau halten, die sich gegenläufig zum oben beschriebenen Mechanismus entwickeln, was sich allerdings als extrem schwierig darstellt. Auch hier liegt die Antwort letztlich in der Diversifikation. Auch wenn Staatsanleihen im beschriebenen Szenario realen Vermögensverlust &#8220;garantieren&#8221;, so zählen sie doch durch die beschriebenen Repressionsmechanismen (künstlich) zu den sicheren Anlageformen. Was würde Peter Zwegat wohl dazu sagen? Würde er gar den Staaten auf die Schulter klopfen ob dieses perfiden, aber wohl durchdachten weltweiten Entschuldungsplans?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Euro &#8211; Quo vadis? &#8211; Maßnahmenplan: Anlageideen</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 05:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Bitter</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie so häufig wissen wir auch im Falle der Eurozone, dass wir nichts wissen. Dennoch macht es gerade heute Sinn, lieber eine Stunde über sein Vermögen nachzudenken, als einen Monat oder gar Jahre dafür zu arbeiten. Vor dem Hintergrund der Unsicherheiten in der Eurozone sollten <strong>drei Stoßrichtungen</strong> verfolgt werden.</p>
<p>Zum Schutz vor Inflation, Stagflation oder Hyperinflation sind <strong>Sachwerte</strong> (z.B. Aktien, Rohstoffe, Edelmetalle, Immobilien) besser geeignet als Geldwerte (z.B. Tagesgeld, Festgeld, Unternehmensanleihen, Staatsanleihen, kapitalbildende Versicherungen). Im Aktienbereich sollte auf substanz- und dividendenstarke Unternehmen mit internationaler Geschäftsausrichtung und auch in Krisenzeiten nachvollziehbarem Geschäftsmodell fokussiert werden. Banken- und Versicherungswerte sind eher zu meiden. Rohstoffe sind selbst wiederum maßgeblich an steigender Inflation beteiligt und stellen damit eine Art Absicherung (vgl. Hedge) dar. Bevorzugt werden sollten breite Rohstoffkörbe, die nicht nur einen Rohstoff, sondern eine Mischung von bis zu 36 Rohstoffen beinhalten. So gehören Rohstoffe wie Öl und Gas genauso dazu wie Weizen, Mais, Reis oder Kupfer und Aluminium. Zur Absicherung im „worst case“ dienen Gold und Silber, die als Ersatzwährung fungieren können. Diese Edelmetalle sind damit weniger vor dem Hintergrund eines Investments zu sehen, als vielmehr im Hinblick auf deren Versicherungsfunktion. Immobilien tragen ebenfalls zur Streuung der Sachwerte bei. Jeder muss selbst entscheiden, ob die Flexibilität (vgl. offene Immobilienfonds, Immobilienaktien, Investitionen mit kleineren Beträgen möglich) oder der direkte Wohn-nutzen (eigene Immobilie mit hoher Kapitalbindung) im Vordergrund stehen.</p>
<p>Da wir nicht wissen, ob doch die Deflation uns ereilt, bleiben <strong>Geldwerte</strong> zu rund 30% des Gesamtvermögens (Faustformel, Abweichungen sind in der jeweiligen Situation geboten) gesetzt. Allerdings gilt es auch hier, auf Diversifikation zu setzen. Der Fokus sollte auf Anleihen von Unternehmen liegen. Ähnlich wie im Aktienbereich sollte der Schwerpunkt auf bonitätsstarken Unternehmen mit stabilem Cashflow und tragfähigem Geschäftsmodell liegen. Auch Staatsanleihen kommen in Frage. Allerdings sollten diese Staaten nach Möglichkeit über politische Stabilität, geringe Staatsverschuldung, Rohstoffreichtum sowie eine eher jüngere Bevölkerung verfügen. Sind diese auch noch eher Produzenten denn Konsumenten, bestechen also im Vergleich zu anderen Ländern über einen starken Industrie- denn Dienstleistungszweig, so stehen die Chancen für eine nachhaltige Entwicklung und damit ordnungsgemäße Bedienung der Staatsschulden gut. Schaut man sich diese Prämissen an, so wird man sicherlich bei den sog. Schwellenländern oder ausgewählten Industrienationen, also verstärkt im Fremdwährungsbereich, fündig. Tages- und Festgelder, ausgewählte Anleihen von starken Eurostaaten sollten ebenfalls nicht fehlen. Denn der Euro bleibt solange Referenzwährung, Denken und Leben in Euro, solange es ihn gibt bzw. solange dieser als Tauschmittel anerkannt wird. Egal was kommen mag, Reserven in Euro für Anschaffungen, Gesundheitsausgaben und Ähnliches sollten immer ausreichend vorhanden sein.</p>
<p>Last but not least sollte auch auf <strong>Flexibilität</strong> geachtet werden. Weil wir wissen, dass wir nichts wissen, ist Flexibilität Trumpf. Jederzeit veräußerbare, liquide Vermögenswerte erlauben es, auf veränderte Rahmenbedingungen schnell zu reagieren.</p>
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		<title>Euro &#8211; Quo vadis? &#8211; Szenario IV: Unvorbereitetes Auseinanderbrechen der Eurozone</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 05:13:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Bitter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hypothese: Die Eurozone scheitert… und dies aus dreierlei Gründen. Die Regierungen können sich nicht auf eine durchsetzbare Wirtschafts- und Fiskalunion einigen, es kommt nicht zu weiteren Rettungsschirmen und auch nicht zu Eurobonds. Auch die Bevölkerung rebelliert. Die Nettozahler wollen nicht &#8230; <a href="http://www.sparschwein-berater.de/2012/03/27/euro-quo-vadis-szenario-iv-unvorbereitetes-auseinanderbrechen-der-eurozone/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hypothese: Die Eurozone scheitert… und dies aus dreierlei Gründen. Die Regierungen können sich nicht auf eine durchsetzbare Wirtschafts- und Fiskalunion einigen, es kommt nicht zu weiteren Rettungsschirmen und auch nicht zu Eurobonds. Auch die Bevölkerung rebelliert. Die Nettozahler wollen nicht weiter zur Kasse gebeten werden, die Bevölkerung in der Peripherie rebelliert gegen die Sparmaßnahmen. Auch die EZB erklärt ihre Politik des billigen Geldes und Anleiheaufkaufs für beendet. In der Folge werden Staatsanleihen nicht oder nicht ordnungsgemäß bedient, mehrere Staaten erklären ihren Bankrott und/oder ihren Austritt.</p>
<p>Alle Überlegungen hinsichtlich der Folgen wären eher hypothetischer Natur, denn die bisherigen Erfahrungen mit Währungsaufwertung, Währungsabwertung oder Implementierung einer neuen Währung betrafen immer nur eine einzelne Währung, nie aber einen Währungsgemeinschaft vieler souveräner Staaten. So wie die Einführung des Euros gerade aus heutiger Sicht eine Art Experiment darstellte, so würde ein Auseinanderbrechen ebenfalls ein Experiment darstellen. Die Versuchskaninchen sind allerdings diesmal wir. Abzusehen ist, dass die Schuldnerländer via Inflation oder Hyperinflation heimgesucht werden, die Gläubigerländer bzw. deren Bevölkerung auf ihren Forderungen zuerst sitzen bleiben und je nach Reaktion der jeweiligen nationalen Notenbanken entweder in eine Rezession verbunden mit Deflation oder ebenfalls Inflation oder gar Stagflation schlittern. Die Bank UBS schätzt, dass der Zerfall der Eurozone zu einem Zusammenbruch des Bankensystems und des internationalen Handels führen würde. Dies würde zu einer Pleitewelle bei Unternehmen führen, da keine Kredite mehr zu bekommen wären. Die EU-Kommission sagt für dieses Szenario eine Halbierung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im ersten Jahr voraus.</p>
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		<title>Euro &#8211; Quo vadis? &#8211; Szenario III: Vorbereiteter Austritt eines oder mehrerer Staaten</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 05:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Bitter</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob es zu einem Austritt einzelner Staaten kommt oder die Aufteilung bspw. nach Nord- und Südeuro erfolgt, ist vom Wirkungsprinzip her ähnlich zu sehen. Würde ein kleinerer, derzeit schwacher Staat wie Irland aus der Eurozone austreten, so würde die neue Währung mit hoher Wahrscheinlichkeit abwerten bspw. um 50%. Die Staatsschulden, meist auf Euro lautend, würden sich über Nacht verdoppeln. Aufgrund der finanziellen Untragbarkeit der Belastung wäre ein Schuldenschnitt die logische Konsequenz. Gläubiger müssten also auf ihre Forderungen verzichten, so z.B. die Deutsche Bundesbank, die über Target2 Forderungen massive Abschreibungen vornehmen müsste. Da deutsche Banken selbst wiederum Gläubiger der Bundesbank sind, müssten auch diese abschreiben. Diese Abschreibung müssten leider auch deutsche Bürger auf ihre Ersparnisse, die bei Banken liegen, vornehmen. Ein Verzicht der Gläubiger kann auch über einen anderen Wirkungskanal erfolgen. Denn die Abwertung der neuen irischen Währung hätte deutlich steigende Preise für importierte Güter (Öl, Nahrungsmittel etc.) zur Folge. Diese importierte Inflation könnte in der Folge bei entsprechender Notenbankpolitik (Gelddrucken als Ausgleich) oder gar Vertrauensverlust in der irischen Bevölkerung zur Hyperinflation führen. Beschließe Irland, die Schulden nicht in Euro, sondern in der neuen Währung zurückzuzahlen, wäre dies ebenfalls mit einer massiven Abschreibung der deutschen Bundesbank und anderer Gläubiger verbunden. Um das Vertrauen wieder herzustellen, könnte wiederum eine zweite neue Währung etabliert werden. Die Iren hätten zwar einen Großteil ihres Vermögens verloren, könnten sich aber auf einem gesundeten Pfad entwickeln. Mit einer anfangs schwächeren Währung könnte die Wettbewerbsfähigkeit zurückkehren, das Vertrauen wachsen, die Ersparnisse und Investitionen zunehmen, die Währung an Stärke gewinnen. Nach massiven Einschnitten, vielen Tränen und Schweiß würde Irland gestärkt auf die Weltbühne zurückkehren.</p>
<p>Träte ein starkes Land wie die Niederlande aus, so könnten sich zu Irland gegenläufige Effekte einstellen. Die neue Währung würde aufwerten. Im gleichen Zug würden niederländische Exportfirmen an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, die Arbeitslosigkeit steigen. Aber: Zum einen könnten die Staatsschulden mit der stärkeren Währung im Rücken  besser zurückgezahlt werden, zum anderen würde die Kaufkraft der Firmen und der Bevölkerung zunehmen. Denn Unternehmen könnten Rohstoffe und andere Vorprodukte günstiger einkaufen und damit die geschwächte Wettbewerbsfähigkeit unter Umständen überkompensieren. Die gestiegene Kaufkraft der Bürger könnte gar den Binnenkonsum ankurbeln. Die höhere Inlandsnachfrage ließe dann endgültig den auf den ersten Blick entstehenden Wettbewerbsnachteil verschwinden.</p>
<p>Würde in diesem Beispiel Italien (Abwertung) oder Deutschland (Aufwertung) austreten, wären die Folgewirkungen in beiden Ländern zwar ähnlich. Aufgrund der schieren Größe allerdings, könnte dies jeweils unabsehbare Folgen auf das weltweite Finanzsystem haben. Im Falle von Deutschland käme es sicherlich zum Bruch der Eurozone. Im Falle von Italien würde die Abschreibung der Forderungen Schockwellen aussenden, welche die Pleite von Lehman Brothers in den Schatten stellen könnten.</p>
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		<title>Euro &#8211; Quo vadis? &#8211; Szenario II: Langsame Krisenbewältigung</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 12:13:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Bitter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In diesem Szenario erfolgt die Stabilisierung der Eurozone dadurch, dass sich starke Staaten bereit erklären, die schwachen befristet zu unterstützen. Es käme zu einer Transferunion, eine Art europäischer Länderfinanzausgleich. Ob diese Transfers durch direkte Hilfen oder via Eurobonds (gleicher Zins &#8230; <a href="http://www.sparschwein-berater.de/2012/03/25/euro-quo-vadis-szenario-ii-langsame-krisenbewaeltigung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Szenario erfolgt die Stabilisierung der Eurozone dadurch, dass sich starke Staaten bereit erklären, die schwachen befristet zu unterstützen. Es käme zu einer Transferunion, eine Art europäischer Länderfinanzausgleich. Ob diese Transfers durch direkte Hilfen oder via Eurobonds (gleicher Zins für Staatsschulden) erfolgen, ist letztlich nicht entscheidend.</p>
<p>Natürlich würden Länder wie Deutschland harte Auflagen wie Sparmaßnahmen in den begünstigten Ländern verlangen bzw. durchsetzen wollen. Es würde bzw. müsste zu einer zunehmenden Angleichung der Wirtschafts- und Fiskalpolitik führen. Die jeweilige Autonomie bzw. Souveränität ginge schrittweise verloren. Würden sich alle an die Abmachungen halten, so könnte die Staatsschuld langsam, aber sehr schmerzhaft für alle abtragen lassen. Die PIIGS Länder würden die Staatschuld senken können, Länder wie Deutschland würden sicherlich einen erheblichen Teil hinzubekommen.</p>
<p>Alle müssten den Gürtel enger schnallen, eine hartnäckige Deflation in der Eurozone würde sich wahrscheinlich etablieren. Die Arbeitslosigkeit würde kurz- bis mittelfristig steigen. Das Vertrauen in den Euro könnte allerdings in der Folge schrittweise zurückkehren, damit auch die Ersparnisse und Investitionen in Europa. Die Wirtschaft könnte ausgehend von einer Rezession wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Die Lage an den Finanzmärkten bliebe anfangs weiterhin sehr volatil, würde sich aber zunehmend entspannen.</p>
<p>Doch halten sich wirklich alle an die Abmachungen (sog. moral hazard Phänomen)? Können wirklich bindende Sanktionsmechanismen etabliert werden? Was passiert, wenn die Rezession deutlich stärker ausfällt als befürchtet und Staaten erst recht nicht in die Lage versetzt werden, ihre Schulden abzutragen?</p>
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		<title>Euro &#8211; Quo vadis? &#8211; Szenario I: Befreiungsschlag</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 11:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Bitter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[EZB kauft unlimitiert Anleihen]]></category>
		<category><![CDATA[EZB schafft Geld aus dem Nichts]]></category>
		<category><![CDATA[EZB stellt Banken rund 1 Billion Euro zur Verfügung]]></category>
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		<category><![CDATA[Kaufkraft des Euro sinkt]]></category>
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		<category><![CDATA[Langfristige Stabilität des Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Sinkendes Vertrauen Euro und Hyperinflation]]></category>

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		<description><![CDATA[Trotz aller Beteuerung der EZB, es nicht zu tun, tut sie es. Sie kauft unlimitiert Anleihen strauchelnder bzw. beinahe zahlungsunfähiger Staaten. Sie schafft Geld aus dem Nichts und stellt dieses den jeweiligen Staaten zur Verfügung. Diese können damit ihre Gläubiger &#8230; <a href="http://www.sparschwein-berater.de/2012/03/24/euro-quo-vadis-szenario-i-befreiungsschlag/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz aller Beteuerung der EZB, es nicht zu tun, tut sie es. Sie kauft unlimitiert Anleihen strauchelnder bzw. beinahe zahlungsunfähiger Staaten. Sie schafft Geld aus dem Nichts und stellt dieses den jeweiligen Staaten zur Verfügung. Diese können damit ihre Gläubiger befriedigen. Kurzfristig würde sich damit ein super Ergebnis einstellen und alle wären glücklich. Die Gläubiger erhalten ihr Geld, die Staaten können ihre Lasten in die Zukunft verschieben. Die Börsen getrieben vom Geldsegen steigen, die Stimmung in der Wirtschaft hellt sich auf. Der EZB wäre (vorerst) der Befreiungsschlag gelungen!</p>
<p>Diese Wirkungskette lässt sich seit Ende 2011 gut beobachten, als die EZB kurz vor Weihnachten und zuletzt Ende Februar 2012 insgesamt rund 1 Billion Euro (1.000.000.000.000) in Form eines drei Jahre laufenden Kredites zu einem Prozent Zins an Banken vergeben hat. Diese konnten nun stellvertretend Anleihen ihrer jeweiligen Staaten kaufen. Da die Rückzahlung erst in 3 Jahren ansteht, jubeln die Börsen, die Stimmung hellt sich auf.  Zurecht?</p>
<p>Wer sollte nun von den dringend benötigten Strukturreformen sprechen und die schmerzlichen Einschnitte umsetzen? Wer sollte dann an die langfristige Stabilität des Euro und der Eurozone glauben? Die Kaufkraft des Euro würde sich in der Folge weiter abschwächen, die Inflation würde zunehmen. Wird das Zinsniveau weiterhin tief gehalten und weiterhin Geld gedruckt, könnte das Vertrauen dermaßen schwinden, dass eine Inflationsspirale in Gang kommt und eine Hyperinflation droht. Dieser Befreiungsschlag würde demnach nicht nur die Staaten ihrer Schulden entledigen, sondern auch die meisten Europäer ihres Vermögens.</p>
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